Studienaufbau

Voraussetzungen

Voraussetzung für das Studium von Seiten der Uni ist lediglich ein Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife. Da Gebärdensprachen als Nebenfach zulassungsbeschränkt ist, werden Plätze nach Abiturnote vergeben. Die Grenzwerte (NCs) für die Zulassung zu Nebenfächern an der Universität Hamburg lassen sich aufgrund eines neuen Zulassungsverfahrens allerdings nicht mehr eindeutig darstellen und sind deshalb leider nicht online veröffentlicht.
Sprachkenntnisse oder Praktika werden nicht vorausgesetzt.

Studienaufbau

Sprachpraxis Deutsche Gebärdensprache (DGS)
Bezüglich des Sprachunterrichts werden Einführungs-, Aufbau- und Vertiefungsmodul belegt. Konkret bedeutet das, dass während der Einführungs- und Aufbauphase, die sich über die ersten 4 Semester erstrecken, für jeweils 6 SWS (Semesterwochenstunden) ein DGS-Kurs stattfindet. Während der ersten beiden Semester kommen dazu begleitende Veranstaltungen wie Tutorien (jeweils 1 SWS) und ein Fingeralphabetskurs im Umfang von 2 SWS (nur im 1. Semester). In der Vertiefungsphase schließen sich dann noch insgesamt vier Sprachlehrveranstaltungen (jeweils 2 SWS) zur Gebärdentechnik und speziellen Kommunikationsbereichen an.

Linguistik und Kulturwissenschaft
Im Bereich der Kulturwissenschaft und Linguistik werden im Rahmen der Einführungsphase üblicherweise im zweiten Semester die Module Einführung in die Gebärdensprachlinguistik (5 SWS) und Deaf Studies (6 SWS) belegt. Letzteres setzt sich aus Psychosoziale Situation Gehörloser sowie Kultur und Soziologie Gehörloser zusammen. Die Veranstaltungen werden von Tutorien – meist durch gehörlose Studenten – begleitet.
In der sich anschließenden Aufbau- und Vertiefungsphase allerdings muss eine Auswahl vorgenommen werden – so kannst du dich für eher linguistisch oder kulturwissenschaftlich orientierte Module entscheiden. Hierbei werden ein Aufbau- und ein Vertiefungsmodul gewählt, die jeweils Veranstaltungen im Umfang von etwa 4 SWS beinhalten. Diese Module sind aber frei kombinierbar, also nicht konsekutiv.

Nähere Informationen sind im Studien- und Modulhandbuch zu finden.

Kombinationsmöglichkeiten

Generell kann zum Hauptfach-Nebenfach-Verhältnis gesagt werden, dass das Hauptfach als Kernbestandteil des Studiums, das Nebenfach eher als zusätzliche Kompetenzen vermittelnd dient – die aber im Falle eines sprachlehrintensiven Nebenfachs wie Gebärdensprachen durchaus umfangreich sind.
Gerne kombiniert wird das Nebenfach Gebärdensprachen mit dem Hauptfach Erziehungswissenschaft, was studienorganisatorisch recht unkompliziert ist und auch in Bezug auf berufliche Möglichkeiten sinnvoll erscheint. Zwar sind einige der denkbaren Arbeitsstellen an Tarife gebunden, die Sozialpädagogen, Sonderpädagogen, Heilerzieher o. ä. vorsehen – allerdings finden hier bundesweit immer wieder Veränderungen statt.
Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft scheinen bei entsprechender Schwerpunktsetzung ebenfalls gute Möglichkeiten zu bieten.
Prinzipiell möglich ist eine Kombination aber mit allen Hauptfächern der Universität Hamburg, die ein Nebenfach vorsehen – es kann also ganz nach Interesse gewählt werden, viele Entwicklungen sind ohnehin schwer absehbar und hängen auch viel vom eigenen Interesse und Engagement ab.

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