Beschreibung des Studiengangs

Voraussetzungen

Bei dem Studiengang Gebärdensprachen handelt es sich um einen zulassungsbeschränkten Studiengang. Die NCs und Wartesemesterzeiten der letzten Semester können hier eingesehen werden.
Jährlich werden zum Wintersemester 18 Studienanfänger immatrikuliert. Offizielle Voraussetzung ist eine Hochschulzugangsberechtigung. Von Seiten der Uni wird nicht mehr verlangt. Jedoch wäre es günstig, keine Beeinträchtigung in der Beweglichkeit der Hände, Arme oder des Oberkörpers zu haben. Ein gutes Wahrnehmungsvermögen sowie Sprachgefühl sind ebenso wichtig.
Vorkenntnisse in Deutscher Gebärdensprache (DGS) sind nicht erforderlich! Ein grundständiges Erlernen der Sprache ist in der Einführungs- und Aufbauphase vorgesehen.
Als Tipp von uns: Ein DGS-1-Kurs an der Volkshochschule oder beim Gehörlosenverein kann sehr hilfreich sein, um einen ersten Einblick in die Sprache und den Umgang mit Gehörlosen zu bekommen und um zu schauen, ob du Lust hast, dich im Studium weiter damit zu beschäftigen. Aber wie gesagt – kein Muss!
Auch Vorpraktika sind nicht vorgeschrieben. Des Weiteren ist die Beherrschung der englischen Sprache von Vorteil, da ein Großteil der Literatur, die in den wissenschaftlichen Seminaren zu lesen ist, auf Englisch verfasst ist.

Studieninhalte

Sowohl das Hauptfach als auch der ABK-Bereich gliedern sich in Einführungs-, Aufbau- und Vertiefungsphase, die jeweils 1-3 Semester dauern. Der Wahlbereich ist nicht nach diesem Aufbau strukturiert; da kannst du selbst entscheiden, in welchem Semester du wie viele Kurse belegt.

Einführungsphase
Hier werden vier Module belegt, die einen grundsätzlichen Einblick in die Gehörlosenkultur, Psychologie, die Linguistik der Gebärdensprachen und das wissenschaftliche Arbeiten bieten. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den Sprachkursen zum Erlernen der DGS.
Im ABK-Bereich erkundet man ein frei wählbares Berufsfeld, in dem potentiell Geisteswissenschaftler arbeiten, und belegt Schlüsselqualifikationsseminare (z. B. Schreibtechniken, Lern- und Arbeitsstrategien oder Medienkompetenzen). Weitere Informationen auf der Seite des ABK-Bereichs.

Aufbauphase
Auch hier werden Sprachkurse belegt. Außerdem werden die Kenntnisse in der Linguistik vertieft sowie Seminare zur Sprachverwendung von DGS, beispielsweise in der Poesie oder in Filmen, angeboten.
Im ABK-Bereich kann das Seminar Berufs- und Bewerbungspraxis besucht werden sowie weitere Schlüsselqualifikationsseminare. Zum Modul zählt auch ein 6-wöchiges Praktikum.

Vertiefungsphase
Vier Module bilden diese Phase. Zu den DGS-Kursen kommen Seminare zu Verfahren der Bildgebung und dem Weisen des Diskurses über Gebärdensprachen hinzu. Außerdem wird eine Fremdgebärdensprache erlernt. In den letzten Semestern wurden die Amerikanische und die Türkische Gebärdensprache angeboten.
Um den ABK-Bereich abzuschließen, belegst du eine Vorlesung über mögliche Berufsfelder sowie ein letztes Schlüsselqualifikationsseminar.

Die genauen Seminare zu allen Phasen können im Modulhandbuch eingesehen werden, das du hier herunterladen kannst. Für die gesamte Dauer deines Studiums gilt das jeweilige Modulhandbuch, das zu deinem ersten Semester ausgegeben wurde.

ABK- und Wahlbereich

Aber das ist noch nicht alles: Neben Haupt- und Nebenfach gibt es zusätzlich den ABK-Bereich, in dem die Möglichkeit besteht, Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen zu erwerben. Im ebenfalls obligatorischen Wahlbereich hast du die Chance, frei nach Neigung und Interesse in Lehrveranstaltungen reinzuschnuppern und dich auf diesem Weg fächerübergreifend zu orientieren.
Sowohl die Angebote des ABK- als auch die des Wahlbereichs werden mit Prüfungen abgeschlossen, deren Ergebnis jedoch nicht in die Gesamtnote einfließt.

Weitere Informationen im Zusammenhang mit der Struktur des Bachelor-Studiums findet ihr hier.

Nebenfach

Neben dem Hauptfach dürfen und müssen Studierende des Studiengangs Gebärdensprachen ein Nebenfach auswählen. Dabei hast du die Möglichkeit, aus dem breiten Fächerangebot der Uni Hamburg eigene Interessensgebiete zu vertiefen (z. B. Erziehungswissenschaften, Germanistik, Psychologie, Bewegungswissenschaften, weitere Sprachen …).
Du solltest dir jedoch bei dieser Wahl darüber im Klaren sein, dass der Abschluss im Nebenfach nicht dem des Hauptfachs entspricht und somit nicht ausreichend zu einem Berufseinstieg im gewählten Bereich qualifiziert. Dennoch bekommst du die Gelegenheit, dich in ein bestimmtes Fachgebiet einzuarbeiten, welches einem später möglicherweise weitere Türen öffnet.

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